Frauen und Mädchen im Krieg

Tabubruch im Kosovo

Während des Kosovo-Krieges vergewaltigten serbische Militärs tausende kosovo-albanische Frauen und Mädchen. Albanische Milizen verübten grausame Gewalttaten an Roma-Frauen. Die Militärs brannten Häuser nieder, zerstörten Felder und töteten Männer und Jungen. Zurückgeblieben sind viele Kriegswitwen und Frauen, die bis heute nicht über diese Gräueltaten sprechen können oder dürfen. Denn Vergewaltigung gilt in der kosovarischen Gesellschaft immer noch als „Ehrverletzung“ und Tabu-Thema.

Medica mondiale eröffnete nach Kriegsende ein Frauenberatungszentrum, aus dem die kosovarische Frauenorganisation Medica Kosova entstand. Diese unterstützt traumatisierte Frauen und engagiert sich für ihre Rechte. Die Referentin Margit Spindeler hat Medica Kosova mit aufgebaut. Sie berichtet vom Lebensalltag der Frauen im Kosovo und gibt einen Einblick in das Engagement vom medica mondiale.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe “Engagiert für Frieden und Entwicklung” der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und der Evangelischen Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt in Kooperation mit dem Friedenskreis Halle e.V.

Veranstaltungsort und -zeit:

Donnerstag, 19. Mai 2011,
19.30 Uhr

Evangelisches Gemeindezentrum Sankt Georg (Georgenstraße 15)
Dessau-Roßlau

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