Leseland DDR

Die DDR wird oft als Leseland bezeichnet, ein Land, in dem Literatur und Bücher eine besondere Rolle spielten und viel gelesen wurde. In den Auslagen der Buchhandlungen waren viele Kinderbücher zu finden, Klassiker gab es zu günstigen Preisen und gut ausgestattete Bibliotheken trafen auf ein interessiertes und zahlreiches Publikum.

Beim Blick hinter die Kulissen werden die Schattenseiten dieses vermeintlichen Paradieses sichtbar. Unliebsamen Texten wird die Druckgenehmigungen verweigert – meist mit Fadenscheinigen Begründungen wie zum Beispiel Papiermangel. Kritische Autoren und Autorinnen erhalten Veröffentlichungsverbot, nicht wenige verlassen das Land oder werden ausgebürgert.

Was machte Literatur für DDR-BürgerInnen so interessant? Wurde tatsächlich mehr gelesen als in anderen Ländern? Haben Literatur und Lesefreudigkeit am Ende einen entscheidenden Beitrag zum Ende des Leselandes DDR beigetragen?

Vortrag und Diskussion mit Dr. Matthias Braun (Theaterwissenschaftler, wiss. Mitarbeiter BStU, Berlin) im Rahmen der Reihe “Schön war die Zeit…?”.

Veranstaltungsort und -zeit:

Dienstag, 12. April 2011,
19.30 Uhr

Stadtmuseum (Christian-Wolff-Haus, Große Märkerstr. 10)
Halle (Saale)

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