Wie sozial und familienfreundlich war die DDR?

Betriebskindergärten, Ehe-Kredit, Krankengeldzahlung bei Erkrankung des Kindes – offensichtlich scheute die DDR keine Kosten zum Wohle der Familien. Sozialpolitische Maßnahmen sollten die Geburtenraten erhöhen und die Vereinbarung von Beruf und Familie erleichtern. Frauen ermöglichte man so eine größere Teilhabe am Erwerbsleben. Trotzdem standen viele von ihnen unter Doppelbelastung, denn die Gleichberechtigung machte meist vor den Wohnungstüren Halt.

Die Sozialpolitik der DDR diente aber nicht nur dem Vorbeugen oder Bekämpfen sozialer Notlagen, sondern versuchte ein sehr weitreichendes Sicherungssystem mit einem enormen Maß an Solidarität umzusetzen. Die soziale Absicherung
endete oft dort, wo Menschen sich nicht systemkonform verhielten. War der Preis, den der Staat für das Wohl und die Gunst seiner BürgerInnen zahlte, am Ende zu hoch? Wo hatte die Fürsorglichkeit ihre Grenzen? Welche politischen Ziele verfolgte die DDR-Regierung mit ihrer Sozialpolitik?

Vortrag und Diskussion mit Dr. Stefan Wolle (Forschungsverbund SED-Staat, Berlin) im Rahmen der Reihe „Schön war die Zeit…?“.

Veranstaltungsort und -zeit:

Donnerstag, 09. Dezember 2010,
19:00 Uhr

Roncalli-Haus, Max-Josef-Metzger-Straße 12/13,
Magdeburg

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