Libanon – Konfliktbearbeitung in einem komplexen Umfeld

Bernhard Hillenkamp über politische und religiöse Konflikte und die innerlibanesischen Versöhnungsprozesse

Der Libanon, der früher auch die Schweiz des Nahen Ostens genannt wurde, hat in den letzten Jahren viele Schlagzeilen gemacht. Das Land mit 18 offiziell anerkannten religiösen Gruppen durchlebte von 1975 bis 1990 einen Bürgerkrieg. Der Mord an dem ehemaligen Ministerpräsidenten Rafiq Hariri (2005), der israelische Krieg gegen die Hisbollah (2006) und die Auseinandersetzungen um das Palästinenserlager im Nord Libanon (2007) sind zentrale Ereignisse, die für die politische und gesellschaftliche Situation und die Friedensarbeit der Organisation forumZFD von großer Bedeutung sind.

Bernhard Hillenkamp ist der Nahost Referent des forumZFD und unterstützt die Arbeit von 15 Friedensfachkräften in Nahost. Er hat von 1998 bis 2008 im Libanon gelebt und koordiniert seit Januar 2010 den Aufbau des Programms des forumZFD im Libanon und die Arbeit in Israel /Palästina. Dabei bildet das politische System des Konfessionalismus und die Nachbarschaft zu Syrien und Israel, aber auch die im Lande lebenden palästinensische Flüchtlinge eine komplexe Herausforderung für die Friedensarbeit und die vom forumZFD geförderten Versöhnungsprozesse.

Eine Kooperationsveranstaltung von Heinrich Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und dem Friedenskreis Halle e.V. im Rahmen der Reihe “Engagiert für Frieden und Entwicklung”. Gefördert durch die InWent GmbH aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit.

Veranstaltungsort und -zeit:

Montag, 13. Dezember 2010
19.30 Uhr

„Goldene Rose“ (Rannische Straße 19, Halle (Saale)
Halle (Saale)

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