Jugendszene und Systemkritik

Jugendliche Subkulturen in der DDR

Die offizielle Jugendkultur in der DDR prägte vor allem der politische und gesellschaftliche Herrschaftsanspruch der SED. Die Jugend-Massenorganisation FDJ war durchdrungen von der sozialistischen Ideologie. Innerhalb der FDJ gab es zahlreiche Arbeitsgemeinschaften, in denen Kultur und Kunst im Sinne der Machthaber vermittelt wurde. Andere Organisationen wie die Gesellschaft für Sport und Technik (GST) sollten mit technischen und wehrsportlichen Angeboten auf militärische Berufe vorbereiten.

Daneben gab es – meist zum Leidwesen der SED – eine Vielzahl westlich und international orientierter Subkulturen. Eine wichtige Rolle spielten dabei durch Musik geprägte Jugendkulturen wie Rock ’n‘ Roll, Punk oder Ende der 80er auch Wave und Gothic. Vor allem Punks gerieten durch ihr Aussehen und die Ablehnung gesellschaftlicher Hierarchien oft in Konflikt mit Polizei und Staatsicherheit. Welche Freiräume blieben jungen Menschen in der DDR? Wie gingen Partei und Staatsführung mit Jugendlichen um, die sich der offiziellen Jugendkultur verweigerten? Welche Rolle spielten dabei politische Themen?

Vortrag und Diskussion mit David Begrich (Miteinander e.V., Magdeburg) im Rahmen der Reihe „Schön war die Zeit…?“.

Veranstaltungsort und -zeit:
Donnerstag, 02. Dezember 2010
19:00 Uhr

Roncalli-Haus, Max-Josef-Metzger-Straße 12/13
Magdeburg

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