Das Mitmachnetz

Das Internet als Medium zur Förderung von Demokratie und gesellschaftlicher Teilhabe

Den meisten Menschen dient das Internet zur schnellen und einfachen Informationsbeschaffung und als Kommunikationsmittel. Allein diese beiden Fähigkeiten des Netzes können dazu beitragen, Interessen zu organisieren, sie zu bündeln und ihnen Öffentlichkeit zu geben. Allerdings machen Unmittelbarkeit und basisdemokratische Organisation von Debatten im Internet die Konsensfindung nicht immer einfach und sorgen schnell für Frustration.

Noch vor wenigen Jahren war gesellschaftliche und politische Partizipation über das Internet lediglich ein Forschungsthema. Heute wird das Netz in verschiedenen Formen bei Verbänden, Bürgernetzwerken, Unternehmen oder Zukunftswerkstätten verwendet. Die Vielzahl der Projekte zeigt, dass das Interesse an dieser Art des Ideenaustausches groß ist und viele kreative Ideen hervorbringen kann, ganz gleich ob es dabei um eine familienfreundliche Stadtgestaltung, den Protest gegen ein Verkehrsprojekt oder die Haushaltsplanung einer Kommune geht. Das Internet bietet als Medium neue Diskussions- und Partizipationschancen.

Das Ziel unserer Veranstaltung ist es, die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten aufzuzeigen und Anregungen zur Entwicklung und Umsetzung von internetbasierenden Partizipations- und Demokratieprojekten zu bieten. Dabei soll auch auf bereits gesammelte Erfahrungen laufender Projekte zurückgegriffen werden.

Wir möchten eine Gelegenheit für MultiplikatorInnen und Interessierte schaffen, sich über technische Möglichkeiten sowie Projekte zu informieren und Kontakte zu knüpfen. Das Internet bietet ein enormes Potenzial, das über die reine Wissens- und Informationsverbreitung hinausgeht und neue Möglichkeit der direkten Mitwirkung eröffnet.

Wir laden herzlich ein – der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsort und –zeit:

Montag, 13. Dezember 2010
18.00 Uhr

Spiegelsaal der Freiwilligenagentur (Leipziger Straße 36, Zugang über Martinstraße)
Halle (Saale)

Programm

18.00 Uhr – Vortrag
„Chancen und Grenzen der Internetpartizipation“

Dr. Daniel Roleff
Politikwissenschaftler, Redakteur bei politik-digital.de*, freier Journalist für verschiedene Tageszeitungen, E-Consultant

19.15 Uhr – Pause mit kleiner Stärkung

19.30 Uhr – Praxisbeispiel 1
„Liquid Democracy”**

Jennifer Paetsch
Psychologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität Berlin, Vorstandsmitglied bei Liquid Democracy e.V.

Daniel Reichert
Politikwissenschaftsstudent, Vorstandsmitglied bei Liquid Democracy e.V.

20.30 Uhr – Praxisbeispiel 2
„DEMOS-Monitor”***

Dorothée Rütschle
Mitarbeiterin bei TuTech Innovation GmbH, Betreuerin vom Projekt ‘Bauleitplanung online’ sowie weiterer Projekte im Kontext der Partizipationsplattform ‘DEMOS Plan’


*politik-digital.de ist eine Informations- und Kommunikations-plattform zum Thema „Internet und Politik“, die vom Verein    pol-di.net betrieben wird. Sie ist bereits seit 1998 im Netz und fast täglich erscheinen dort neue Artikel zum Thema „politische Kommunikation und neue Medien“. Das Team von politik-digital.de hat im Lauf der Zeit zahlreiche andere Projekten entwickelt, über die man sich auf politik-digital.de informieren kann.               
www.politik-digital.de

**Der Liquid Democracy e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, dessen Mitglieder an Ideen und Projekten arbeiten, die unsere heutige Demokratie flüssiger, transparenter und flexibler gestalten sollen. Dazu gehört die theoretische Konzeption aber auch die praktische, direkt anwendbare Umsetzung in Software-Projekten.                
www.liqd.net

***DEMOS ist ein interaktives Dialog- und Beteiligungsverfahren, das die Bürgerbeteiligung mit Hilfe digitaler Medien erleichtern soll. Es beinhaltet Verfahren zur Durchführung offener oder geschlossenen Diskussion zu spezifischen Themen. Dabei kommen vor allem Foren oder sogenannte Wikis zum Einsatz. Die Online-Diskussion werden von einer Moderation unterstützt, die einen ergebnisorientierten Diskussionsverlauf sicherstellen soll. Sie strukturiert die Debatte und bereitet sie zur besseren Übersicht auf.                  
www.demos-monitor.de


Gefördert durch den Lokalen Aktionsplan Halle aus Mitteln des Bundesprogramms „VIELFALT TUT GUT – Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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