„Aufbruch der Demokratie 1989/1990 – 2010“

Schriftsteller-Lesung zur gleichnamigen Ausstellung

Die Schriftsteller-Lesung „Aufbruch der Demokratie – 1989/1990 – 2010“ ist Teil der am 16. November 2010 eröffneten Ausstellung „Aufbruch der Demokratie –  Demo-Sprüche von der friedlichen Revolution 1989 bis zur Volkskammerwahl 1990“ des Friedenskreises Halle und der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt.

Mit dieser Lesung wird das Ende des Jubiläums-Jahres „20 Jahre Reformhaus Halle – Haus der Bürgerbewegung“ eingeleitet. Die Wanderausstellung ist noch bis Jahresende dort tagsüber im Treppenhaus zu sehen, danach kann sie ausgeliehen werden.

Es lesen eigene Texte und Tagebuchaufzeichnungen:

Die beiden Schriftsteller sind durch Lesungen und diverse Veröffentlichungen in Halle und darüber hinaus engagiert und bekannt sowie im Schriftstellerverband Sachsen-Anhalt organisiert. Zu unseren Gästen unten mehr.

Nach der Lesung möchten wir gemeinsam mit den Autoren diskutieren.

Veranstaltungsort und -zeit:

Dienstag, 09. Dezember 2010,
19.00 Uhr

Reformhaus Halle (Versammlungsraum, Große Klausstraße 11)
Halle (Saale)


Zu den drei Autoren (Auswahl):

Very Barth

Studium der Fotographie an der Hoschschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Prof. Heinz Föppel und Sieghard Liebe, Hochschulabschluss 1973. Freiberuflich tätig seit 1986. Atelier: Kleine Ulrichstr. 23 in Halle.

Christoph Kuhn

1951 in Dresden geboren. Augenoptikerlehre- und Studium, Fernstudium am Literaturinstitut Leipzig. Seit 1989 freischaffender Schriftsteller. Veröffentlichung von Lyrik, Kurzgeschichten, Essays, Theaterstücken und Kinderliteratur. 1995 Stadtschreiber in Halle. Stipendien in Amsterdam, Stuttgart usw.

Veröffentlichungen u.a.:

  • Dokumentationen zur Zeitgeschichte, Magdeburg 1997, Halle 2001;
  • „Wie gut, dass bei uns alles anders ist!“ Ost-West-Dialog mit dem Schriftsteller
  • Kai Engelke, 1999;
  • „kein tagesthema“, Gedichte, 2003;
  • „Tatjanas Zimmer“, Erzählungen, München 2005;
  • „Der kleine und der große Klaus“. Theaterstück nach Hans Christian Andersen,
  • München 2006;
  • „Die hinteren Gründe“, Weimar 2009.
  • Beiträge in Zeitschriften, Anthologien und im Rundfunk für Kinder und Erwachsene

Peter Winzer

1959 in Halle geboren. Ausbildung zum Instandhaltungsmechaniker, danach diverse Beschäftigungen, z.B. Filmvorführer, Friedhofsgärtner, Techniker bei einer Jazzband; 1983 Hörspiel beim Rundfunk der DDR, wegen Teilnahme an einer nicht genehmigten Demonstration wurde das Stück nicht gesendet.

Mit dem „Punkdichter“ Matthias (Baader) Holst Herausgabe der Untergrundzeitschrift „Galeere“, das Verbot erfolgte nach der dritten Nummer; danach Verlust des Arbeitsplatzes im Öffentlichkeitsbereich der Hochschule für Kunst und Design; Wehrdienstverweigerung; im Januar 1990 Teilnahme bei der Auflösung der Bezirksbehörde des Ministeriums für Staatssicherheit; seit 1990 Sozialpädagoge in Halle; 1992 Rehabilitation betreffs der Vorgänge um die Untergrundzeitschrift ‘Galeere’; 1993 bis 1997 berufsbegleitendes Studium der Sozialpädagogik;

Herausgabe von Lyrikbänden etc., z.B. 2007 „Die Sinnlichkeit des Barbaren“

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