Umweltpolitik in der DDR

Was wissen wir wirklich darüber?

Obwohl der Umweltschutz in der DDR verfassungsrechtlich verankert war, gab es kaum umweltpolitische Maßnahmen – andere politische Zielvorgaben hatten Priorität: In der Energiewirtschaft verstärkte man die besonders umweltschädliche Braunkohlegewinnung. Wasser- und Stromverbrauch waren staatlich subventioniert, was einen sparsamen Umgang mit diesen Ressourcen nicht gerade förderte. Fehlende Mittel beim technischen Umweltschutz und eine nahezu unüberschaubare Menge an Ausnahmeregelungen führten bestehende Rechtsvorschriften ad absurdum.

Auf der anderen Seite hatte der Mangel an wichtigen Rohstoffen einen hohen Anteil von Wiederverwertung zur Folge (SERO) und der Gütertransport erfolgte – aus Kostengründen – zum großen Teil über die Schiene. Welche Auswirkungen hatte die Planwirtschaft auf die Umwelt? Wie wurde mit Umweltschäden umgegangen? Wie reagierten die Betroffenen?

Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Hermann Behrens und Dr. Jens Hoffmann (Institut für Umweltgeschichte und Regionalentwicklung e.V., Neubrandenburg) im Rahmen der Reihe „Schön war die Zeit…?“.

Veranstaltungsort und -zeit:
Donnerstag , 11. November 2010
19.00 Uhr

Roncalli-Haus, Max-Josef-Metzger-Straße 12/13
Magdeburg

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