„Schön war die Zeit…?“ in Magdeburg

Aufklären statt verklären: Alltag und Unrecht in der DDR
Eine Vortragsreihe in Magdeburg

Das Ende der DDR liegt inzwischen 20 Jahre zurück. Und so verblasst auch die Erinnerung an das Leben in diesem Land. Die wachsende zeitliche Distanz lässt eine gesellschaftliche Gleichgültigkeit ihr gegenüber zunehmen, aus der wir nur noch hin und wieder durch das Aufflackern der Stasi-Debatte herausgerissen werden. Gelegentlich dient der ehemalige Arbeiter- und Bauernstaat – getreu dem Motto „Früher war alles besser“ oder „das hat es bei uns nicht gegeben“ – auch als Vergleichsmaßstab zur Situation hier und heute.

Die Veranstaltungsreihe wirft einen Blick zurück auf das Leben in der DDR und möchte so Erinnerung wach halten und dem Ausbreiten einer DDR-Nostalgie entgegenwirken. Mit Vorträgen, die sich jeweils einem besonderen Thema widmen, soll ein realistisches Bild der damaligen Situation aufgezeigt werden. Wir fragen dabei auch, warum viele das Leben in der DDR in ihren Erinnerungen heute nostalgisch verklären.

„Schön war die Zeit…? Aufklären statt verklären: Alltag und Unrecht in der DDR“ in Magdeburg ist eine Kooperation zwischen der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und der Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg für die Opfer politischer Gewaltherrschaft 1945 – 1989.


Umweltpolitik in der DDR: Was wissen wir wirklich darüber?

Obwohl der Umweltschutz in der DDR verfassungsrechtlich verankert war, gab es kaum umweltpolitische Maßnahmen – andere politische Zielvorgaben hatten Priorität. Welche Auswirkungen hatte die Planwirtschaft auf die Umwelt? Wie wurde mit Umweltschäden umgegangen? Wie reagierten die Betroffenen?
11. November 2010, 19:00 Uhr, Magdeburg

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Jugendszene und Systemkritik: Jugendliche Subkulturen

Die offizielle Jugendkultur in der DDR prägte vor allem der politische und gesellschaftliche Herrschaftsanspruch der SED. Die Jugend-Massenorganisation FDJ war durchdrungen von der sozialistischen Ideologie. Welche Freiräume blieben jungen Menschen in der DDR? Wie gingen Partei und Staatsführung mit Jugendlichen um, die sich der offiziellen Jugendkultur verweigerten?
2. Dezember 2010, 19.00 Uhr, Magdeburg

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Wie sozial und familienfreundlich war die DDR?

Betriebskindergärten, Ehe-Kredit, Krankengeldzahlung bei Erkrankung des Kindes – offensichtlich scheute die DDR keine Kosten zum Wohle der Familien. War der Preis, den der Staat für das Wohl und die Gunst seiner BürgerInnen zahlte, am Ende zu hoch? Wo hatte die Fürsorglichkeit ihre Grenzen? Welche politischen Ziele verfolgte die DDR-Regierung mit ihrer Sozialpolitik?
09. Dezember 2010, 19.00 Uhr, Magdeburg

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Das Wirtschaftssystem der DDR: Ein Sozialstaat auf Pump?

Die Zerstörungen des Krieges und erhebliche Reparationsleistungen waren keine besonders guten Startbedingungen für die Wirtschaft in der sowjetischen Besatzungszone. Im Gegensatz zur Bundesrepublik im Westen gab es keine großzügige Unterstützung durch die Alliierten.War die DDR unter diesen Bedingungen ökonomisch auf Dauer überlebensfähig?
20. Januar 2011, 19.00 Uhr, Magdeburg

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Ausländer in der DDR

Ausländer in der DDR waren meist ArbeiterInnen, die im Rahmen von Regierungsabkommen mit anderen sozialistischen Staaten in der DDR arbeiteten. Wie sah der Alltag von AusländerInnen aus? Wie haben DDR-BürgerInnen ihre Anwesenheit wahrgenommen? Gab es eine Begegnung auf Augenhöhe?
03. März 2011, 19.00 Uhr, Magdeburg

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Leseland DDR

Die DDR wird oft als Leseland bezeichnet, ein Land, in dem Literatur und Bücher eine besondere Rolle spielten und viel gelesen wurde. Was machte Literatur für DDR-BürgerInnen so interessant? Wurde tatsächlich mehr gelesen als in anderen Ländern?
14. April 2011, 19.00 Uhr, Magdeburg

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Zum Umgang mit DDR-Geschichte

Auch 20 Jahre nach ihrem Ende ist die DDR Gegenstand einer intensiven Auseinandersetzung, in der um ihre historische Bewertung gerungen wird: für die einen „sozialistisches Paradies“ für die anderen ein autoritärer und menschverachtender „Unterdrückungsstaat“. Was kann diese Debatte zur kritischen Aufarbeitung unserer Vergangenheit leisten? Wie muss sie strukturiert sein, damit sie eine differenzierte und möglichst wirklichkeitsnahe Betrachtung zulässt? Welche Rolle spielt unser Bild von der DDR für unsere Zukunft?
05. Mai 2011, 19:00 Uhr, Magdeburg

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Schulen in der DDR

Langes gemeinsames Lernen und die polytechnische Ausrichtung gelten auch heute noch bei vielen als modern. Andererseits darf man die starke ideologische Indoktrination (Fahnenappell, Staatsbürgerkunde) und Militarisierung (Wehrlager) nicht außer Acht lassen. Lassen sich diese beiden Seiten getrennt voneinander betrachten?
19. Mai 2011, 19.00 Uhr, Magdeburg

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