(Nach-)Kriegszeit auf dem Balkan – Zurück in die Zukunft?!

Lukas Meyer über die anhaltenden ethnischen und religiösen Spannungen in Bosnien und Herzegowina

Der Krieg im heutigen Bosnien und Herzegowina ist seit 15 Jahren offiziell beendet. Dennoch sind die Begegnungen zwischen Serben, Kroaten und Bosniaken oder Christen und Muslimen weiterhin von Ablehnung und Misstrauen geprägt. Die bosnische Bevölkerung lebt in diesem Vielvölkerstaat unter einem Dach zusammen, grenzt sich aber im Alltag oftmals voneinander ab. Warum sind die nationalistischen und separatistischen Bestrebungen auf dem Balkan (weiterhin) so stark ausgeprägt? Mit welchen Einstellungen lebt heute die junge Generation in Bosnien und Herzegowina? Welche konstruktiven Ansätze und praktischen Erfahrungen der Friedensarbeit gegen Nationalismus, ethnische Abgrenzung und Gewalt gibt es?

Lukas D. Meyer, der von 2008 bis 2010 für „Schüler Helfen Leben e.V.“ (SHL) in Bosnien und Herzegowina arbeitete, beleuchtet die politischen und religiösen Hintergründe sowie Ursachen des Konflikts im ehemaligen Jugoslawien. Durch seine Tätigkeit mit Jugendlichen in multiethnischen Projekten kann er einen tieferen Einblick in die Einstellungen der jungen Menschen geben. Darüber hinaus wird er über seine Erfahrungen mit den Schwierigkeiten und Möglichkeiten zivilgesellschaftlicher Handlungsansätze berichten.

Eine Kooperationsveranstaltung von Heinrich Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und dem Friedenskreis Halle e.V. im Rahmen der Reihe “Engagiert für Frieden und Entwicklung”. Gefördert durch die InWent GmbH aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit.

Veranstaltungsort und -zeit:

Montag, 22. November 2010
19.30 Uhr

„Goldene Rose“ (Rannische Straße 19)
Halle (Saale)

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