Bus und Bahn kostenlos?

Ein Auto verspricht uneingeschränkte Flexibilität, seine Produktion ist ein wichtiger Faktor für die deutsche Wirtschaft und eigentlich können wir uns ein Leben ohne seine Vorzüge gar nicht mehr vorstellen. Wären da nicht die steigenden Benzinpreise, die uns die sprichwörtliche Freude am Fahren verderben. Könnte dies die Stunde des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) werden? Die meisten Städte leiden unter den Folgen des Verkehrs: Staus, Parkplatzmangel und Luftverschmutzung. Daher läge ein Umstieg auf einen effizienteren und damit auch umweltfreundlicheren ÖPNV doch nahe.

Das belgische Hasselt zeigt seit über zehn Jahren, dass ein kostenloser ÖPNV mit einem attraktiven Angebot auf große Resonanz stößt. Durch Einsparungen an sonst notwendig gewordenen Investitionen für den Bau weiterer Straßen wurde es möglich, den kostenlosen Busverkehr zu finanzieren – die Fahrgastzahlen stiegen binnen fünf Jahren um das zehnfache. Warum greifen nicht mehr Städte das Modell eines umlagefinanzierten und ticketfreien Nahverkehrs auf? Und ist diese Variante tatsächlich kostengünstiger als eine entgeltfinanzierte Variante?

Zu Gast sind:

  • Prof. Dr. Rainer Meyfahrt, Privatdozent Uni Kassel, Vorsitzender Kassler Verkehrs-Gesellschaft AG
  • Rainer Möbius, Ressort Verkehrsplanung der Stadt Halle
  • N.N., Hallesche Verkehrs AG

Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und attac Halle im Rahmen ihrer Reihe “Die Utopische Gesellschaft“, gefördert durch dieGesellschafter.de.

Veranstaltungsort und –zeit:

Donnerstag, 11. November 2010
19.00 Uhr

Galerie “Goldene Rose” (Rannische Straße 19)
Halle (Saale)

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