Im Abseits

Frauen und die Folgen des Klimawandels in Entwicklungsländern

Studien zu den Folgen des Klimawandels zeigen, dass insbesondere Frauen in vom Ackerbau geprägten Entwicklungsländern die Leidtragenden dieser Veränderungen sind. Damit tragen vor allem die Menschen, die am wenigsten zur drohenden Katastrophe beitragen, die größte Last.

Dass Frauen härter von den Klimaereignissen betroffen sind als die Männer, hat verschiedene Ursachen. Die Gründe dafür liegen nicht nur in der ungleichen Verteilung der Arbeit, sie liegen auch in den Entscheidungsstrukturen in den Gemeinden. Auf der Ebene der Familie entziehen die herkömmlichen Machtstrukturen den Frauen die Kontrolle über die natürlichen Ressourcen. Frauen dürfen traditionell kein Land oder Vieh erben und sind deshalb von ihren Ehemännern oder männlichen Verwandten abhängig. Auf der Ebene der Gemeinde ist die Teilhabe der Frauen an den Institutionen der Beschlussfindung marginal und schließt sie von den Entscheidungen über die Verwendung der Ressourcen aus.

Die Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt lädt im Rahmen der Halleschen Frauenkulturtage zu einem Vortrag von Beate Adolf, Projektkoordinatorin im Afrika-Referat der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin, die über die Studien im Stiftungsprojekt „Climate Governance in Africa“ berichten und anschließend für ein Gespräch mit dem Publikum zur Verfügung stehen wird.

Veranstaltungsort und -zeit:

Montag, 25. Oktober 2010,
19.00 Uhr

Frauenzentrum Weiberwirtschaft (Karl-Liebknecht-Straße 34)
Halle (Saale)

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