Kinderrechte in Not

Die Anerkennung der UN-Kinderrechtskonvention und der Umgang mit minderjährigen Flüchtlingen in Deutschland

Mitte Juli 2010 erkannte auch Deutschland als letztes westeuropäisches Land die UN-Kinderrechtskonvention vorbehaltlos an. Damit verpflichtet sich die Bundesrepublik, den Schutz und das Wohlbefinden aller Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre zu gewährleisten.

Die Rechte der Konvention gelten für alle Minderjährigen, egal welcher Herkunft. Dies steht in krassem Widerspruch zum derzeitigen Umgang mit minderjährigen Flüchtlingen, insbesondere wenn sie ohne Eltern nach Deutschland einreisen. Psychische Erkrankungen, die oft Folge dramatischer Erlebnisse auf der Flucht sind, werden wegen angeblich mangelnder Dringlichkeit nicht behandelt. Abschiebehaft und Flüchtlingsunterkünfte, die selten kindgerechte Lebensbedingungen bieten, stellen nach wie vor eklatante Verstöße gegen diese UN-Konvention dar. Verantwortlich für die Lebenssituation vor Ort sind zum größten Teil die Bundesländer, die hier Bundesrecht umsetzen. Dort sieht man zurzeit nur wenige Möglichkeiten, die Situation der Flüchtlinge zu verbessern.

Warum das so ist und wie man auch unter derzeitiger Gesetzeslage den Betroffenen helfen könnte, darüber wollen wir im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit ExpertInnen diskutieren.

Zu Gast im Grünen Salon der Heinrich-Böll-Stiftung im Rahmen der Interkulturellen Woche 2010 sind:

Veranstaltungsort und -zeit:

Dienstag, 28. September 2010,
20.00 Uhr

Ökoase (Kleine Ulrichstraße 2)
Halle (Saale)

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