Wissenschaft und Hochschule im Nationalsozialismus

Vortragsreihe

Die Nationalsozialisten verstanden ihre Weltanschauung nicht nur als Ideologie mit quasireligiösen Zügen, sondern versuchten, Rassenhass und Antisemitismus wissenschaftlich zu begründen. Dies und die konsequente Gleichschaltung aller gesellschaftlichen Bereiche und Institutionen hatten einschneidende Konsequenzen für Hochschulen und Wissenschaft: einzelne Wissenschaftsdisziplinen wurden instrumentalisiert, Theorien und Forschungsergebnisse nur wegen ihrer jüdischen Entdecker abgelehnt und deutsche Hochschulen erlebten einen schmerzlichen Verlust durch die Vertreibung jüdischer Wissenschaftler.

Auf der anderen Seite wurden enorme Ressourcen für die Rüstungsforschung bereitgestellt und insbesondere in der Medizin als unethisch zu verurteilende Versuche an Menschen ermöglicht. Beides eröffnete neue Handlungsfreiheiten, die nicht selten von gewissenlosen Wissenschaftlern genutzt wurden. In einer kleinen Vortragsreihe setzen sich fünf Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen mit einzelnen Teilbereichen dieser Thematik auseinander. Einige Vorträge gehen dabei auch explizit auf die Geschehnisse an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ein.

Die Vorträge finden zu den genannten Terminen jeweils 18.00 Uhr im Hörsaal XXI des Melanchthonianums am Universitätsplatz statt.

Die Vorträge:

Die Vortragsreihe wird gefördert durch den Lokalen Aktionsplan Halle aus Mitteln des Bundesprogramms „VIELFALT TUT GUT“ Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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