Die weiße Rose

Ausstellung und Begleitprogramm

Im Juni 1942 tauchten in München und Umgebung die ersten Flugblätter auf, die unter dem Titel Weiße Rose gegen Hitlers Krieg und die Massenmorde im Osten Europas protestierten. Sie waren von Alexander Schmorell und Hans Scholl verfasst worden. Später kamen Sophie Scholl, Willi Graf und der Universitätsprofessor Kurt Huber hinzu. Hans und Sophie Scholl wurden beim Verteilen der Flugblätter in der Münchner Universität gefasst, wenige Tage später zum Tode verurteilt und am 22. Februar 1943 hingerichtet. Auch Willi Graf, Kurt Huber und Alexander Schmorell mussten ihren Widerstand gegen die Nationalsozialisten mit dem Leben bezahlen.

Die Ausstellung der Weiße Rose Stiftung stellt die Mitglieder der Weißen Rose vor, berichtet von ihren Aktionen und dem Prozess vor dem Volksgerichtshof.

Ausstellungsort

Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale)
Am Kirchtor 20 b
06108 Halle (Saale)

Öffnungszeiten

Montags: geschlossen
Dienstag bis Freitag: 10.00 Uhr – 16.00 Uhr
jedes 1. und 3. Wochenende des Monats: 13.00 Uhr – 17.00 Uhr
sowie zusätzlich nach Vereinbarung


Begleitprogramm

Die Weiße Rose

Zur Eröffnung der Ausstellung “Die Weiße Rose” laden wir in der Gedenkstätte ROTER OCHSE zu einem Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Huber über die Widerstandsgruppe. Wolfgang Huber ist der Sohn von Kurt Huber, dem vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilten und hingerichteten Mitglied der Weißen Rose.
26. April 2010, 17.00 Uhr, Halle (Saale)

“Die Weiße Rose”

Vorführung des Films von Michael Verhoeven (D, 1982), der die gesamte Gruppe in den Blick nimmt. Er schildert die Ereignisse der Jahre 1942 und 1943 mit dokumentarischem Anspruch und schafft ein um Authentizität und Objektivität bemühtes Porträt der Widerstandsgruppe.

27. April 2010, 20.00 Uhr, Halle (Saale)
28. April 2010, 18.00 Uhr, Halle (Saale)

Ziviler Ungehorsam gegen rechtsextreme Aufmärsche

Oberkirchenrat a.D. Peter Zimmermann stellt im Rahmen dieser Veranstaltung sein Diskussionspapier „Ziviler Ungehorsam gegen rechtsextreme Aufmärsche“ vor, in dem er Widerstand auch gegen genehmigte Demonstrationen als legitim bezeichnet.
04. Mai 2010, 20.00 Uhr, Halle (Saale)

Die Widerständigen.

Wir zeigen die erste dokumentarische Gesamtdarstellung der Widerstandsarbeit der Münchner Studenten in den Kriegsjahren 1942 und 1943 und laden im Anschluss zu einem Gespräch mit der Regisseurin Katrin Seybold.
06. Mai 2010, 20.00 Uhr, Halle (Saale)

Zu wenig und zu spät?

In seinem Vortrag spannt Dr. Ekkehard Klausa einen Bogen vom frühen und breiten Widerstand der Kommunisten bis zum späten Widerstand der Konservativen. Aber auch der Widerstand der sogenannten kleinen Leute, die allein in Berlin über 7000 Juden vor den Nazis versteckten, bleibt nicht unerwähnt.
11. Mai 2010, 20.00 Uhr, Halle (Saale)

Sophie Scholl – Die letzten Tage

Dem mehrfach ausgezeichneten Film gelingt ein einfühlsames Porträt einer jungen Frau, die bis zur letzten Konsequenz an ihren politischen und ethischen Idealen festhält. Besonders diese couragierte Haltung beeindruckt noch heute viele Menschen.
18. Mai 2010, 20.00 Uhr, Halle (Saale)
19. Mai 2010, 18.00 Uhr, Halle (Saale)


Wir danken der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) für die Unterstützung!

Gefördert durch den Lokalen Aktionsplan Halle aus Mitteln des Bundesprogramms „VIELFALT TUT GUT“ Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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