Die Rassentheorie der Nationalsozialisten

– eine Fehlinterpretation von Darwins Evolutionstheorie


Mit Prof. Dr. Uwe Hoßfeld (Friedrich-Schiller- Universität Jena)

Hitler hatte sich intensiv mit der Frage der Rassenhygiene beschäftigt und sie zum Ausgangspunkt seines politischen Programms gemacht. Die nationalsozialistische Rassenlehre behauptete von sich selbst, einen wissenschaftlichen Grund für Ausgrenzung und Ermordung so genannter nicht-arischer Menschen zu liefern. Dabei berief man sich aus politischen Gründen nicht auf den eigentlichen Entdecker Charles Darwin, sondern auf  seinen deutschen Kollegen Ernst Haeckel.

Der Vortrag erläutert die verschiedenen Fehlinterpretationen und Versatzstücke der Evolutionstheorie,  auf denen die Rassentheorie der Nazis beruhte und diskutiert die Auswirkungen dieser Umdeutung auf unser heutiges Bild von Darwins Entdeckung.

Prof. Dr. Uwe Hoßfeld ist Professor für Didaktik der Biologie an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena.

Der Vortrag findet statt im Rahmen der Reihe “Wissenschaft und Hochschule im Nationalsozialismus“.

Veranstaltungsort und -zeit:

Mittwoch, 21. April 2010
18.00 Uhr

Uniplatz, Melanchtonianum (Hörsaal XXI)
Halle (Saale)

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