Frauen in der DDR

Gleichberechtigt und vollbeschäftigt?

Den Frauen in der DDR ging es gut: sie waren berufstätig, die Kinder waren versorgt und am 8. März, dem internationalen Frauentag, wurde gefeiert. So heil und geordnet werden ihre Lebenswelten bisweilen dargestellt.

Fast alle Berufszweige standen den Frauen offen, per Gesetz war die gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit garantiert. Andererseits spielten auch sozialer und ökonomischer Druck bei der Entscheidung für die Berufstätigkeit eine Rolle. Die Frau im Beruf also der Normalfall – oder doch eher eine materielle Notwendigkeit und politisch-administrative Verpflichtung?

Wir wollen diskutieren, in welchen unterschiedlichen Lebenswelten sich Frauen in der DDR wiederfanden. Welche Lebensentwürfe waren möglich? Hat sich bei ostdeutschen Frauen ein grundsätzlich anderes Selbstverständnis entwickelt als bei ihren Geschlechtsgenossinen im Westen? Und wie haben sich ihre Lebenssituationen in den letzten 20 Jahren geändert hat.

Zu Gast sind:

  • Prof. Dr. Ilse Nagelschmidt (Professorin für Neuere und Neuste deutsche Literatur an der Uni Leipzig und Direktorin am dortigen Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung)
  • Dr. Anne Ulrich (Koordinatorin der Grünen Akademie der Heinrich-Böll-Stiftung und Vorstandsmitglied von OWEN – Mobile Akademie für Geschlechterdemokra-tie und Friedensförderung e.V.)
  • Astrid Rothe-Beinlich (frauenpolitische Sprecherin im Bundesvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Der Ladies Lunch der Heinrich-Böll-Stiftung möchte auch informelle Vernetzungsmöglichkeiten bieten. Nach der Diskussion steht ein kleiner Imbiss bereit.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und Dornrosa e.V. nur für Frauen.

Veranstaltungsort und -zeit:

Dienstag, 23. März 2010
20.00 Uhr

Ökoase (Kl. Ulrichstraße 2)
Halle (Saale)

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