Vielfalt ist Vorteil

Neue Schule 4Das deutsche Bildungssystem erntet vor allem Kritik für die mangelhafte Integration in Bezug auf Migrantenkinder und auf Kinder mit Behinderungen. Nach dem vierten bzw. sechsten Schuljahr besuchen die meisten behinderten Kinder eine Förderschule, manchmal auch gegen den Willen ihrer Eltern. Migrantenkinder erhalten signifikant seltener eine Empfehlung fürs Gymnasium als Kinder ohne Migrationshintergrund.

Die Begründung für diese getrennten Bildungswege ist, dass so entsprechend gefördert werden könne. Allerdings verlassen bundesweit 80% der behinderten Kinder die Schule ohne berufsqualifizierenden Abschluss und etwa 40% der ausländischen Kinder erreichen bei PISA nicht einmal das minimale Kompetenzniveau. Den Sprung auf Regelschulen und zu einem anderen Schicksal schaffen nur wenige. Darin zeigt sich weder Förderung noch Integration.

Wir wollen diskutieren, wie Schulen gestaltet sein müssten, um Förderung für Lernschwache zu gewährleisten und wie dadurch die anderen Mitschüler sogar profitieren können.

Eine Veranstaltung im Rahmen unserer Reihe „Die neue Schule„.

Veranstaltungsort und -zeit:

Dienstag, 26. Januar 2010
20.00 Uhr

Amerika-Zimmer der Franckeschen Stiftungen (Franckeplatz 1)
Halle (Saale)

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