Vaterlandslose Gesellen oder Revolutionäre?

Tagungsdokumentation

Cover AusreiseNach dem 9. November 1989, dem Tag der Maueröffnung, meldeten sich täglich bis zu 3000 Deutsche aus der DDR bei den Behörden in der Bundesrepublik und baten um Aufnahme. Die Flüchtlinge beeinflussten damit den Revolutionsprozess in der DDR vom Herbst 1989 erheblich: eine Veränderung der DDR, die Suche nach einem „dritten Weg“ wurde zunehmend obsolet.

Der Fluchtwelle von 1989/90 war die Ausreisebewegung vorausgegangen. Mehr als 100 000 DDR-Bürger hatten bis dahin einen Ausreiseantrag gestellt und waren deswegen Repressionen des Staates ausgesetzt. Solidarität und die Suche nach einer gemeinsamen Verteidigung gegen dieses Unrecht ließen zahlreiche Oppositionsgruppen entstehen, die sich wie andere Oppositionelle unter dem Dach der Kirche trafen.

Die Beiträge im vorliegenden Tagungsband beschäftigen sich mit den Forderungen der Ausreiseantragssteller, ihren politischen Konsequenzen sowie mit den Verfolgungsmaßnahmen der Staatssicherheit. Parallel dazu wird die Rolle anderer Oppositionsgruppen in den 1980er Jahren und während des Umbruchs 1989/90 analysiert.

Broschüre: 70 Seiten
Preis: Versandkosten
Erhältlich bei:

Heinrich-Böll-Stiftung
Leipziger Straße 36
Tel. 0345-202 39 27
info@boell-sachsen-anhalt.de


Inhaltsverzeichnis:

Rainer Robra: Grußwort (Seite 5)

Sascha Möbius: Die Revolution frisst ihre Kinder? Umsturz und Opposition in der europäischen Geschichte (Seite 11)

Prof. Dr. Jörg Roesler: Die Wanderungsbewegung aus der DDR 1982 bis 1990. Eine demographische Interpretation (Seite 25)

Bernd Eisenfeld: Ausreiseantragsteller u. Opposition in der Endphase der DDR (Seite 33)

Ergebnisse der Diskussionen der Arbeitsgruppen:

  • Die Ausreisebewegung als ausschlaggebender Moment für die Friedliche Revolution (Seite 45)
  • Die Oppositionsgruppen in den Betrieben, die eine friedfertige Revolution erst ermöglichten (Seite 48)
  • Die Oppositionsgruppen, Motor für die Revolution vom Herbst 1989 (Seite 50)

Giselher Quast: Positionierung eines Zeitzeugen (Seite 53)

Matthias Braun: Neunundachtzig. Oder: Der Sinn der Revolution. (Seite 59)

Anhänge
Tagungsprogramm (Seite 67)
Autoren (Seite 69)


Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt (Hrsg.):

Vaterlandslose Gesellen oder Revolutionäre?
Das Verhältnis von Ausreisebewegung und Oppositionsgruppen in der DDR der 1980er Jahre.

Halle (Saale); 1. Auflage 2009

ISBN 978-3-941061-04-0






















Nach dem 9. November 1989, dem Tag der Maueröffnung, meldeten sich täglich bis zu 3000 Deutsche aus der DDR bei den Behörden in der Bundesrepublik und baten um Aufnahme. Die Flüchtlinge beeinflussten damit den Revolutionsprozess in der DDR vom Herbst 1989 erheblich: eine Veränderung der DDR, die Suche nach einem „dritten Weg“ wurde zunehmend obsolet.

Der Fluchtwelle von 1989/90 war die Ausreisebewegung vorausgegangen. Mehr als 100 000 DDR-Bürger hatten bis dahin einen Ausreiseantrag gestellt und waren deswegen Repressionen des Staates ausgesetzt. Solidarität und die Suche nach einer gemeinsamen Verteidigung gegen dieses Unrecht ließen zahlreiche Oppositionsgruppen entstehen, die sich wie andere Oppositionelle unter dem Dach der Kirche trafen.

Die Beiträge im vorliegenden Tagungsband beschäftigen sich mit den Forderungen der Ausreiseantragssteller, ihren politischen Konsequenzen sowie mit den Verfolgungsmaßnahmen der Staatssicherheit. Parallel dazu wird die Rolle anderer Oppositionsgruppen in den 1980er Jahren und während des Umbruchs 1989/90 analysiert.

 

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