„…das gesunde Volksempfinden gröblichst verletzt“

„Verbotener Umgang mit Kriegsgefangenen“ im Sondergerichtsbezirk Halle (Saale)

Cover_VUKZwischen 1940 und 1945 wurden allein vor dem Sondergericht Halle mehr als 500 Personen wegen „Verbotenen Umgangs mit Kriegsgefangenen” angeklagt. Unmittelbar nach Kriegsbeginn hatten die Nationalsozialisten eine entsprechende Verordnung erlassen, vorwiegend um Kontakte zwischen Einheimischen und ausländischen Kriegsgefangenen zu unterbinden. Dennoch verhandelte das Gericht eine Vielzahl derartiger „Delikte” – überwiegend Freundschaften oder Liebesaffären – welche auf diese Weise durch die NS-Justiz zur strafbaren Handlung erklärt wurden.

Die Broschüre, die in Zusammenarbeit von Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) entstanden ist, informiert über Hintergründe und Folgen der Verordnung und gibt einen Einblick in persönliche Schicksale aus dieser Zeit.

Broschüre: 40 Seiten
Preis: Versandkosten
Erhältlich bei:

Heinrich-Böll-Stiftung
Leipziger Straße 36
Tel. 0345-202 39 27
info@boell-sachsen-anhalt.de


Inhaltsverzeichnis:

Vorwort (Seite 4)
Das Projekt (Seite 6)
Danksagung (Seite 7)
Abkürzungen(Seite 8)
1. Vorgeschichte: Das Mittelsdeutsche Sondergericht in Halle (Saale) (Seite 9)
2. Ausgangssituation und Beweggründe für die VUK-Paragraphen (Seite 11)
3. Strafverfahren ab 1940 (Seite 15)
4. Instrumentarium und Handlungsmöglichkeiten der Justiz (Seite 16)
5. Anklage gegen AusländerInnen (Seite 20)
6. Einzelbeispiele (Seite 24)
7. Gerichtsberichterstattung und VUK (Seite 35)
8. Nach 1945 (Seite 38)
9. Fazit (Seite 41)


Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt,Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) (Hrsg.):

„…das gesunde Volksempfinden gröblich verletzt“.
„Verbotener Umgang mit Kriegsgefangenen“ im Sonderbezirk Halle (Saale).

Halle (Saale); 1. Auflage 2009

ISBN 978-3-641061-05-7

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