Toleranz

ToleranzEine demokratische Gesellschaft ist in der Lage, ihre eigene Identität kontinuierlich zu definieren, also auch zu ändern. Sie wird sich mit Unbekanntem im Wissen um die eigene Identität mit Neugier auseinandersetzen und sie wird abweichendes Verhalten in diesem Bewusstsein integrieren. Demokratie braucht, da sie immer wieder neu Minderheiten einschließen will, eine aktive Toleranz, ein einschließendes Verhalten gegenüber verschiedenen Arten von Differenz: sexueller und kultureller, politischer und religiöser, ethnischer und sozialer Differenz.

Sie wird sich wo notwendig von grundsätzlich demokratiefeindlichen Ideologien abgrenzen.

Toleranz kann in staatlichen Institutionen verankert werden, zu einer Eigenschaft einer Gesellschaft wird sie aber dadurch, dass Bürgerinnen und Bürger dafür verantwortlich fühlen und sich darin üben.

Heute schon tolerant gewesen?

Aus dem Projekt “Demokratie buchstabiert” der Heinrich-Böll-Stiftungen zum Jubiläum der Herbstereignisse 1989.

Kommentare:

T – wie Toleranz – vielleicht wird’s doch noch was?
von Jan Grünfeld

Toleranz und Intoleranz
von Erhard Stölting

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