Aufklärung

Aufklaerung„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“ – Immanuel Kant, Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? (1784).

Der Mut, sich des eigenen Verstandes zu bedienen, hat aus Untertanen in der DDR Subjekte in der Geschichte gemacht. Der Mut sich unseres Verstandes zu bedienen, nicht gebunden an Zwänge von Mode und Zeitgeist und die Vorgaben der Autoritäten kritisch zu hinterfragen, macht uns auch heute zu Bürgerinnen und Bürgern. Obwohl anstrengend und von Rückschlägen bedroht, ermöglicht die kritische Nutzung des Verstandes eine Fortentwicklung der Demokratie, einer Demokratie, die Menschenwürde und Menschenrechte bestmöglich sichert.

Was brauchen wir an institutionellen Voraussetzungen, um mündige BürgerInnen zu einer unabhängigen Meinung zu befähigen?

Aus dem Projekt “Demokratie buchstabiert” der Heinrich-Böll-Stiftungen zum Jubiläum der Herbstereignisse 1989.

Kommentare:

Mensch, sind wir aufgeklärt!
von Katrin Göring-Eckardt

Aufklärung tut Not
von Joachim Gessinger

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