Jud Süß

Nationalsozialistische Propagandafilme

Unter der Regie von Veit Harlan sowie der maßgeblichen Einflussnahme von Joseph Goebbels persönlich entstand im Jahr 1940 der nationalsozialistische Propagandafilm “Jud Süß”. Der Inhalt des Films ist die frei nach einer Novelle von Wilhelm Hauff erzählte Geschichte des jüdischen Finanzbeamten Joseph Süß Oppenheimer.

Goebbels schreibt in seinem Tagebuch über Jud Süß: “Ein ganz großer, genialer Wurf. Ein antisemitischer Film, wie wir ihn uns nur wünschen können. Ich freue mich darüber.” In der Tat kam der Film in die deutschen Kinos, als in ganz Europa die Deportationen in die Vernichtungslager beginnen. Noch heute gilt “Jud Süß” in rechtsextremen Kreisen als antisemitischer “Kultfilm”.

Dr. Juliane Wetzel ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung in Berlin. Sie wird mit einem einführenden Vortrag die Vorführung vorbereiten und steht im Anschluss an den Film für Fragen zur Verfügung.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe “Nationalsozialismus im Film” der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt.

Veranstaltungsort und -zeit:

Montag, 26. Oktober 2009
19.30 Uhr

Kino im Kiez e.V. (Bertolt-Brecht-Str. 29/29a)
Dessau-Roßlau


Dieser Film ist ein Vorbehaltsfilm, dessen Aufführung in Deutschland wegen seines starken propagandistischen Gehalts Einschränkungen unterliegt. Wir bitten daher um namentliche Anmeldung bei der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt unter der 0345-202 39 27 bzw. per E-Mail an info@boell-sachsen-anhalt.de.


Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu der Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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