Schülerprojekte der Bildungsreisen nach Auschwitz

Die Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt veranstaltet seit 2007 regelmäßig Bildungsreisen mit halleschen Schülerinnen und Schülern nach Auschwitz und Krakau.

Im Mittelpunkt der Bildungsreisen stehen Führungen und Besichtigungen des Konzentrationslagers, ein methodischer Workshop zu Opferschicksalen und eine Stadtführung durch das jüdische Krakau.

Das Konzentrationslager Auschwitz ist Beispiel und Symbol nationalsozialistischer Vernichtungspolitik, in dem in den Jahren 1940 bis 1945 rund 1.100.000 Menschen, überwiegend Juden, systematisch ermordet wurden. Angesichts der immer wieder auftauchenden Leugnung und Relativierung nationalsozialistischer Verbrechen und des virulenten Rechtsextremismus vor allem in Ostdeutschland ist die Auseinandersetzung mit dem Holocaust heutzutage von entscheidender Bedeutung.

Die Bildungsreisen wurden gefördert durch den Lokalen Aktionsplan Halle aus Mitteln des Bundesprogramms „VIELFALT TUT GUT“ Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie sowie der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt aus dem Programm “Hingucken!“.

Projektarbeiten der Schülerinnen und Schüler

Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler verarbeiteten während und nach den Reisen ihre Eindrücke auf ganz unterschiedliche Weise. Es gab Gedichte, Tagebücher, Foto- und Videodokumentationen, ein Musikstück sowie Ausarbeitungen zu bestimmten Themen. Wir wollen an dieser Stelle einige der Arbeiten vorstellen.


Komposition und Fotodokumentation der Bildungsreise nach Auschwitz 2009
von Gabriel Wörfel

Ersatztext bei Fehlern.


– Ohne Titel –

„Könnt` ich nur einem alten Menschen
einen Augenblick des Glücks bescheren,
ihn befreien von der Lasten Schweren,
für ihn würd` ich es tun.

Könnt` ich nur einem jungen Paare
eine helle Stunde borgen
ohne Leid und ohne Sorgen
für die beiden würd` ich`s tun.

Könnt` ich nur an ein kleines Kind
einen schönen Tag verschenken,
an dem es lacht und tanzt und singt,
für dieses Kind, ich würd` es tun.

Ich würd` so Vieles dafür geben,
doch ich werd` es nie vermögen,
denn zurückhol`n in das Leben
einen Menschen-
wer kann das schon?“

Michaela Wüst


Das Gras von Auschwitz
von Sophie Bucha

Es gibt natürlich viele Orte an denen Menschen, die große Worte lieben, Gelegenheit haben, einen ihrer meistvergötterten Sprüche fallen zu lassen: Hier wird Geschichte lebendig. Solche Orte können alles Mögliche lebendig machen. Je nachdem, worum es sich handelt, kann einen ein solcher Ausspruch entweder amüsieren oder einem die Haare zu Berge stehen lassen.

















Studienfahrt Auschwitz
von Lena Sophie Müller

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