Neues Deutschland, alter Antisemitismus?

Über Judenfeindlichkeit in der DDR und deren Auswirkungen bis heute

Antisemitismus ist auch im vereinten Deutschland präsent. Umfragen in der Bevölkerung und die Analyse von Berichterstattungen zeigen immer wieder antisemitische Tendenzen – auch in der scheinbar aufgeklärten deutschen Mitte.

Judenfeindlichkeit muss als gesamtdeutsches Problem betrachtet werden, das West und Ost betrifft. Dennoch kann die Frage gestellt werden, inwieweit der unterdrückte Diskurs über Antisemitismus in der DDR und die Verschleierung antijüdischer und antizionistischer Einstellungen das heutige Judenbild in den jungen Bundesländern geprägt hat. Kann in der Verdrängung ein Schlüssel zum Verstehen des aktuellen Antisemitismus in Ostdeutschland liegen?

Dr. des. Claudia Globisch (Universität Leipzig) wird in einem Einführungsvortrag die Aktualität des Antisemitismus in Deutschland beleuchten. Anschließend laden wir zu einem Gespräch mit Heike Radvan (Sozialpädagogin und Projektleiterin der Amadeu Antonio Stiftung) sowie dem Redakteur Philipp Gessler (taz Berlin) über mögliche Ursachen der Aktualität des Antisemitismus.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Das hat’s bei uns nicht gegeben“ zum Antisemitismus in der DDR.

Veranstaltungsort und -zeit:

31. August 2009
19.00 Uhr

Stadthaus, Kleiner Saal (Marktplatz 2)
Halle (Saale)

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