Juden in der DDR – ein Gespräch mit Salomea Genin

Zeitzeuginnen-Gespräch

Abseits der Berichterstattung in den Medien, des problematischen Umgangs mit jüdischen Friedhöfen und Gedenkstätten sowie den Erschwernissen des jüdischen Gemeindelebens waren es doch Einzelpersonen, die direkt unter den Auswirkungen antisemitischen Gedankenguts in der DDR zu leiden hatten.

Salomea Genin musste 1939 mit ihrer Familie aus Berlin-Wedding nach Australien emigrieren. Als sie 1951 zu den Weltfestspielen Ost-Berlin kennen lernte, war sie von der DDR begeistert und ging zurück nach Deutschland. Erst nach Westdeutschland, 1963 in die DDR. Bis 1982 arbeitete sie selbst für die Staatssicherheit der DDR, bis sie endgültig mit ihr brach. „Ich habe als Gespenst gelebt, voller Angst zu sagen, dass ich jüdisch bin”, sagt Salomea Genin über ihr Leben in dem sozialistischen Staat.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung “Das hat’s bei uns nicht gegeben” zum Antisemitismus in der DDR.

Veranstaltungsort und -zeit:

06. August 2009
18.00 Uhr

Stadtmuseum, Christian-Wolff-Haus (Gr. Märkerstraße 10)
Halle (Saale)

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