Die jüdische Gemeinde Halle während der DDR

Der Stasi-Skandal um Karin Mylius

Auch das „ganz normale“ jüdische Gemeindeleben wurde in der DDR von der Staatsmacht kritisch beäugt und kontrolliert.

Ein großer Skandal der DDR-Geschichte war die Affäre um Karin Mylius, die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Halle war und gute Kontakte zu staatlichen Stellen in der DDR unterhielt. Als Jüdin getarnt trat die Protestantin 1968 an die Spitze der Gemeinde in Halle. Als sie 1986 starb, befand sich die jüdische Gemeinde im völligen Untergang.

Der hallesche Historiker Dr. Frank Hirschinger arbeitete die Geschichte auf und recherchierte zu einem großen Skandal der jüdischen Geschichte der DDR. Mit Hilfe von Originaldokumenten rekonstruiert Hirschinger den Fall Karin Mylius und zeigt auf, wie der strukturelle Kampf gegen Jüdinnen und Juden in der DDR auch durch das Ministerium für Staatssicherheit geführt wurde.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Das hat’s bei uns nicht gegeben“ zum Antisemitismus in der DDR.

Veranstaltungsort und -zeit:

13. August 2009
20.00 Uhr

Jüdische Gemeinde zu Halle, Große Märkerstraße 13
Halle (Saale)

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