Der Nationalsozialismus in Kino und Fernsehen der jungen Bundesrepublik

“Der 20. Juli” (BRD 1955)

„Es ist Zeit, dass jetzt etwas getan wird. Derjenige allerdings, der etwas zu tun wagt, muss sich bewusst sein, dass er wohl als Verräter in die deutsche Geschichte eingehen wird. Unterlässt er jedoch die Tat, dann wäre er ein Verräter vor dem eigenen Gewissen.”

(Claus Schenk Graf von Stauffenberg)


Durch den Tod Hitlers erhoffen sich Stauffenberg und seine Mitstreiter Reformen in Nazi-Deutschland und die Beseitigung von NSDAP und SS. Doch letztlich bewahren Zufälle Adolf Hitler vor dem Tode, der Staatsstreich misslingt.

Der dokumentarisch inszenierte Film „Der 20. Juli” berichtet in der Rückblende über Vorbereitung, Durchführung und das letztendliche Scheitern des Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944. In dem Film erinnern sich Hildegard Klee, eine Sekretärin Hitlers, und der Bauingenieur und Oberleutnant Lindner an ihre Begegnung mit den Köpfen des Widerstands – und dokumentieren so auf eine beachtenswert persönliche Weise die Hintergründe und Umstände des Attentats. Auch der Regisseur selbst leistete Widerstand gegen den Nationalsozialismus – und macht so den Film zu etwas Besonderem.

Der Einführungsvortrag von Dr. Christoph Classen (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam) thematisiert die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in Kino und Fernsehen der noch jungen Bundesrepublik Deutschland und geht dabei insbesondere auf die zeitgenössische Interpretation des Widerstandes vom 20. Juli 1944 ein.

Eine Veranstaltung im Rahmen unserer Reihe “Nationalsozialismus im Film” in Kooperation mit dem LUX.Kino am Zoo und der “Hallianz für Vielfalt“.

Veranstaltungsort und -zeit:

28. April 2009
20.00 Uhr

LUX.Kino am Zoo, Seebener Straße 172
Halle (Saale)

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