3 Monate Ramallah: Die Wahl in Israel (11. Februar)

Im Vorfeld der gestrigen Knesset-Wahl hat Israel eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen ergriffen: Die Checkpoints zur Einreise aus der Westbank wurden einen Tag lang für den normalen Verkehr geschlossen. Gaza wurde schon Tage vorher wieder abgeriegelt, nachdem alle Ausländer gebeten wurden, den Gazastreifen zu verlassen. Offenbar rechnete man in Israel mit Anschlägen, Protesten etc. von Seiten der Palästinenser…

Tatsächlich war die Wahl hier in Ramallah aber überhaupt kein Thema: Niemand sprach darüber, niemand schien sich dafür zu interessieren. Jeder, den ich auf die Wahl ansprach meinte, dass es doch eh keinen Unterschied machen würde. Ich denke auch, dass es hier kaum besser werden wird. Mit einer Regierung unter Netanjahu, kann es aber viel schlimmer werden! „Unter Olmert wurde es aber auch nur schlimmer“ bekam ich dann immer wieder als Antwort.

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Joachim Langner macht ein dreimonatiges Praktikum im Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Ramallah. Regelmäßig berichtet er in einem Blog über die Lage vor Ort und seine Arbeit.

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