Repression von Jugendkulturen

“Swing Kids” (USA 1993)

Während der NS-Diktatur entwickelte sich besonders in den Großstädten eine oppositionelle Jugendbewegung, die in Jazzmusik und amerikanisch-englischem Lebensstil eine autonome Ausdrucksmöglichkeit gegenüber der nationalsozialistischen Gesellschaft fand. Der Regisseur entwickelt vor diesem historischen Hintergrund eine spannende Geschichte, in der es um Jugendkultur, Meinungsfreiheit und eine eher unbekannte Form des Widerstandes gegen die Nazis geht. Die Swing-Kids, wie sie sich selbst nannten, scherten sich nicht darum, dass ihre Musik bei den Nazis als “jüdisch entartet und dem Urwald entsprungenes Niggergedudel” galt.

Mehr Informationen über Swing im Nationalsozialismus auf den Seiten der KZ-Gedenkstätte Moringen.

Im Anschluss Filmgespräch mit Dr. Dietmar Sedlaczek (Leiter der KZ-Gedenkstätte Moringen) über die Repression und die Widerständigkeit einer Jugendsubkultur und die Frage, ob die Swing-Kids bereits zum Widerstand gehörten.

Eine Veranstaltung im Rahmen unserer Reihe “Nationalsozialismus im Film” in Kooperation mit dem LUX.Kino am Zoo und der “Hallianz für Vielfalt“.

Veranstaltungsort und -zeit:

04. November 2008
20.00 Uhr

Lux.Kino am Zoo (Seebener Str. 172)
Halle (Saale)

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