Mythos Atomkraft

Grüner Salon der Heinrich-Böll-Stiftung

Der fundamentale Konflikt um Atomenergie ist fast so alt wie ihre kommerzielle Nutzung. Der Energiehunger aufstrebender Industriestaaten, steigende Ölpreise, die Abhängigkeit von russischem Erdgas sowie der Klimawandel sind Aspekte, die schnell zu einer Bejahung von Atomenergie führen.

Doch Atomkraftwerke stellen sicherheitstechnisch hohe Risiken dar, wie man unter anderem an der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sehen konnte. Auch finanziell sind Atomkraftwerke eine hohe Belastung, denn ohne staatliche Subventionen hätten sie in der Marktwirtschaft keine Chance. Des weiteren stellt sich die Frage nach der Zukunftsfähigkeit von Atomenergie, da nukleare Spaltstoffe ebenso endlich sind wie fossile Brennstoffe.

Im Jahr 2000 beschloss die rot-grüne Bundesregierung gemeinsam mit der Industrie den Ausstieg aus der Kernenergie. Seit einiger Zeit wird nun über den Ausstieg aus dem Ausstieg debattiert. Was hat sich seit 2000 geändert? Welche neuen Argumente sprechen für eine Kehrtwende in Sachen Atomkraft. Oder ist alles nur eine geschickte PR-Kampagne der Kraftwerksbetreiber?

Vortrag und Diskussion mit Dr. Gerd Rosenkranz (Leiter Politik der Deutschen Umwelthilfe, Berlin).

Veranstaltungsort und -zeit:

23. September 2008
20.00 Uhr

Ökoase (Kleine Ulrichstraße 2)
Halle (Saale)

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