Sound Farming – Slow Trade – Slow Food

Vortrag mit Diskussion im Rahmen des Themenjahres „Zeit.Los“

ThemenjahrHBS2008Bananen aus Afrika, Kaffee aus den Anden und Zitrusfrüchte aus dem Nahen Osten – viele alltägliche Lebensmittel legen einen weiten Weg bis in unsere Supermärkte zurück. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Produkte, die hierzulande aus klimatischen Gründen nicht angebaut werden können. Auch Milch- und Fleischprodukte werden importiert, weil ihre Herstellung – trotz der anfallenden Transportkosten – woanders vermeintlich günstiger ist, oft allerdings nur zu Lasten von Natur und Mensch. Diesem Trend stellen sich verschiedene Kampagnen entgegen. „Slow Trade – Sound Farming“ ist der Titel eines Manifestes, das als Ergebnis des „EcoFair Trade Dialoges“ – einem zwei Jahren andauernden Diskussions- und Konsultationsprozess, der parallel zur aktuellen Verhandlungsrunde der WTO stattfand – Kriterien für einen nachhaltigen weltweiten Agrarhandel aufstellt.

Einen ähnlichen Weg – wenn auch eher im Kleinen – geht beispielsweise die Slow-Food-Bewegung. Ihr Augenmerk liegt auf dem Schutz und der Erhaltung traditioneller Herstellungsmethoden für Nahrungsmittel, sowie einer stärkeren Besinnung auf eine saisonal und regional geprägte Küche.

Während „Slow Trade – Sound Farming“ die Seite der Produzenten betrifft, zielt „Slow-Food“ auf die Konsumenten. Beide Initiativen sind Teil einer globalen Bewegung, die sich für mehr Nachhaltigkeit in Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion einsetzt.

Der Vortrag ist Teil der Reihe „Nachhaltigkeit braucht Zeit“ und wird diesen Zusammenhang näher erläutern. Er soll Impuls- und Ideengeber für die Zukunftswerkstatt „Mehr Nachhaltigkeit für Halle“ sein. Hierzu haben wir Vertreter des „Ecofair Trade Dialogues“ sowie der Slow-Food-Bewegung eingeladen.

Veranstaltungsort und -zeit:

27. Mai 2008
19.30 Uhr

Großer Saal des Stadtmuseums (Großer Märkerstraße 10)
Halle (Saale)

Posted in Afrikanische Woche, Allgemein, Ökologie.