Paul hat eine neue.

Arbeit jenseits der Festanstellung

In den Brachen der Industriegesellschaft keimen schon seit langem völlig neue Lebens- und Arbeitskonzepte, die den Anforderungen der Wissensgesellschaft scheinbar besser gewachsen sind. Ob als nomadisch lebende Akademikerin, als Zeitarbeiter in der Produktion oder als junges, kreatives Ein-Mann-Unternehmen: der Markt fordert von allen ein höchstes Maß an Flexibilität, Selbstorganisation, Risikobereitschaft und Eigenmotivation. Ist das die Zukunft der Arbeit? Wird die Mehrheit der Bevölkerung bald als Alleindienstleister oder Subunternehmer arbeiten. Ist das die Verwirklichung des alten Traums von selbstbestimmter Arbeit oder ist die Kunst der Selbstvermarktung doch nur eine aus der Not geborene Tugend?

Vortrag und Diskusion mit Sascha Lobo.

Sascha LoboSascha Lobo, Werbetexter, Jahrgang 1975, gründete 2000 eine auf die New Economy spezialisierte PR-Agentur, die bereits im 2001 Insolvenz anmelden musste. Die Suche nach den wahren Stärken des Internets führte ihn u.a. 2005 zur (Mit)Gründung des grimmeprämierten Blogs „Riesenmaschine.de.“ In dem von Friebe und Lobo herausgegebenen Buch „Wir nennen es Arbeit“ wird die „Digitale Bohème“ als wachsende Gruppe von Menschen beschrieben, die „sich dazu entschlossen haben, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, dabei die Segnungen der Technologie herzlich umarmen und die neusten Kommunikationstechnologien dazu nutzen, ihre Handlungsspielräume zu erweitern.“ Lobo ist inoffizieller Mitarbeiter der Zentrale Intelligenz Agentur.

Eine Veranstaltung gemeinsam mit dem Thalia-Theater Halle im Rahmen der Reihe „An die Arbeit!„.

Veranstaltungsort und -zeit:

22. April 2008
19.00 Uhr

Puschkinhaus (Kardinal-Albrecht-Str. 6)
Halle (Saale)

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