Welfare without work?

Zur Zukunft des Sozialstaates

„Fördern und Fordern“ war das Credo des größten sozialstaatlichen Umbauprogramms seit der Vereinigung. Den Arbeitslosen selbst wurde die Verantwortung zur Lösung des Problems der Arbeitslosigkeit überlassen. Entsprechend waren die Hartz-Gesetze ein Programm zur Mobilisierung der Arbeitslosen. Nebenwirkungen dieser Radikalkur waren ansteigende Armut, schwindende Kaufkraft und Ausgrenzung. Gibt unser derzeitiger Sozialstaat die richtigen Antworten auf die zunehmend flexibilisierte und gleichzeitig desorganisierte Arbeitswelt? Ist Vollbeschäftigung überhaupt noch ein realistisches Ziel in „reifen“ kapitalistischen Gesellschaften? Wie erreichen wir Existenzsicherung und Selbstbestimmung und welche soziale Gerechtigkeit wollen wir?

Vortrag und Disskusion mit Dirk Jacobi.

Dirk JacobiDirk Jacobi, Jahrgang 1970, hat Sozialwissenschaften an der Humboldt-Uni in Berlin und an der University of Sussex in Großbritannien studiert. Er war Mitarbeiter am Chaire Hoover d’éthique économique et sociale an der Université catholique de Louvain in Belgien und promoviert am Graduiertenkolleg „Die Zukunft des europäischen Sozialmodells zu dem Thema: „Vom Arbeitnehmer zum Arbeitskraftunternehmer? Die Relevanz von Ausdeutungen der Erwerbsarbeit in der Arbeitsmarktpolitik.“ Dirk Jacobi ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Netzwerks Grundeinkommen. Für das Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung untersuchte er die Perspektiven und Effekte verschiedener Modelle eines garantierten Grundeinkommens.

Eine Veranstaltung gemeinsam mit dem Thalia-Theater Halle im Rahmen der Reihe „An die Arbeit!„.

Veranstaltungsort und -zeit:

25. März 2008
19.00 Uhr

Puschkinhaus (Kardinal-Albrecht-Str. 6)
Halle (Saale)

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