Wo ist Böll?

Heinrich Böll wäre am 21. Dezember 90 Jahre alt geworden. Wir nehmen dies zum Anlass, im Rahmen eines Grünen Salons über die Rolle und Wirkungen politischer und gesellschaftskritischer Autorinnen und Autoren in unserer Zeit zu diskutieren.

Trotz der unverkennbaren Aktualität der von Böll bearbeiteten Themen spielen er selbst und seine Texte in den politischen Diskursen unserer Zeit kaum eine Rolle. Zwar sind Erzählungen wie „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ oder der Roman „Ansichten eines Clowns“ vielen als Unterrichtsstoff aus der Schule bekannt, aber als Quelle für Argumente, Überlegungen und politische Konsequenzen sind sie – wie viele andere politische Texte auch – in Debatten über Solidarität, Gerechtigkeit oder aber Pressefreiheit nicht wahrnehmbar.

Das Fehlen hörbarer und gehörter politischer AutorInnen in Deutschland, aber auch die Frage nach den Gründen für die zuletzt im ZEITmagazin Leben diagnostizierte „Böll-Amnesie“ ist Thema unserer Gesprächsrunde unter dem Titel „Wo ist Böll?“. Zu Gast sind:

  • Prof. Dr. em. Bernd Balzer, Lehrstuhl für neuere deutsche Literatur FU Berlin
  • Markus Schäfer, Heinrich-Böll-Archiv Köln
  • Christoph Kuhn, Schriftsteller und hallescher Stadtschreiber 1995, Moderation

Veranstaltungsort und -zeit:

Dienstag, 27. November 2007
20.00 Uhr

Theatrale (Waisenhausring 2)
Halle an der Saale

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