Wer macht den Strompreis?

Netzstruktur und Marktsituation in Deutschland

Seit dem 01. Juli 2007 können alle EU-BürgerInnen ihr Energieversorgungsunternehmen selbst wählen. Die Öffnung der nationalen Strom- und Erdgasmärkte ist mit der Liberalisierung des europäischen Strommarktes (theoretisch) verwirklicht.

Das bedeutet: jeder Kunde kann heute zwischen mehreren Stromlieferanten wählen.
Das Problem: Der Zugang für kleinere und kleinste Energieerzeuger ist durch die Aufteilung des deutschen Stromnetzes auf die vier großen Energiekonzerne schwierig. Heute zahlen deutsche Verbraucherinnen und Verbraucher rund ein Drittel mehr als vor fünf Jahren und sind damit Spitzenreiter in Europa. Minister, Kartellwächter, Verbraucherschützer – alle fordern das Gleiche: besseren Netzzugang und faire Preise.

Denn von einem wirklichen Wettbewerb auf dem deutschen Strommarkt kann nicht die Rede sein. Solange keine Trennung von Netzanbietern und Stromversorgern gegeben ist, können E.on, RWE, EnBW und Vattenfall fast nach Belieben auf dem Markt agieren.

Doch wie konnte es überhaupt zu so einer monopolartigen Marktstruktur kommen? Und welche Möglichkeiten gibt es zukünftig für einen wettbewerbsorientierten Markt? Wie können sich Ökostromanbieter auf dem Markt etablieren? Und welche Rolle sollen und können kommunale Stadtwerke spielen?

Vortrag von Rüdiger Liedtke zu seinem aktuellen Buch „Das Energie-Kartell“ und anschließende Podiumsdiskussion mit:

  • Rüdiger Liedtke (Buchautor und Journalist)
  • Hans Tobler (Geschäftsführer der Stadtwerke Dessau)
  • Ulrich Narup (Naturstrom AG)
  • Christoph Erdmenger (Umweltbundesamt Dessau, Moderation)

Der Eintritt ist frei!

Veranstaltungsort und -zeit:

Mittwoch, 21.11.2007
19.00 Uhr

Schwabehaus (Johannisstraße 18)
Dessau

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