Wie demokratisch ist “der” Islam?

Das Spannungsverhältnis zwischen muslimischer Religion und westlicher Demokratie

Die Demokratieförderung des Westens in der arabisch-islamischen Welt stößt zunehmend auf den Widerstand von islamistischen Kräften, die demokratische Werte mit religiösen Begründungen radikal ablehnen. Diese fundamentalistischen Strömungen üben maßgeblichen Einfluss in islamischen Gesellschaften aus. Ihre Ideologie hat antidemokratische Züge, da sie den Glauben als vollkommene Lebensform begreift, in der Religion, private Sphäre, Gesellschaft und Politik untrennbar sind.

Vor diesem aktuellen politischen Hintergrund stellt sich die Frage, ob die islamische Rechtsordnung, die auf dem Koran und der Scharia beruht, mit Rechtsstaatlichkeit, bürgerlicher Gleichheit und Freiheit in Einklang zu bringen ist? Inwiefern sind der religiöse Wahrheitsanspruch und die Positionen des politischen Islam ein Antagonismus zu säkularen demokratischen Staatsordnungen?

Ein Gespräch mit

  • Ezhar Cezairli, Teilnehmerin an der Islam-Konferenz der Bundesregierung
  • Ali Bas, Arbeitskreis Grüne MuslimInnen
  • Riem Spielhaus, Islamwissenschaftlerin HU Berlin [angefragt]
  • Prof. Jürgen Paul, Islamwissenschaftler Uni Halle, Moderation

Veranstaltungsort und -zeit:

Donnerstag, 27. September 2007
19:00 Uhr

Kleines Thalia Theater
Thaliapassage 1, 06108 Halle (Saale)

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