Die “Geheimwaffe” Gasprom

Moderner Imperialismus mit Mitteln der Energiepolitik?

Eine Podiumsdiskussion zur aktuellen russischen Außen- und Energiepolitik im europäischen Kontext mit

  • Dr. Roland Götz, Russland- und Energieexperte der Stiftung Wissenschaft und Politik
  • Barbara Oertel, Russlandkennerin und Osteuroparedakteurin der taz
  • Dr. Danko Knothe, wiss. Mitarbeiter am Lehrstuhl für Int. Beziehungen und deutsche Außenpolitik der Universität Halle, Moderation.

“Gasprom ist ein mächtiger Hebel zur Einflussnahme auf den Rest der Welt”.
(Wladimir Putin Spiegel, 25. April 2007)

Wer Gas hat, besitzt Macht. Denn Erdgas ist heute eine der wichtigsten Energiequellen der Erde, morgen vielleicht sogar die bedeutendste. Russland verfügt weltweit über die größten Gasreserven und ist zweitgrößter Erdölexporteur nach Saudi-Arabien. Die Außenpolitik des Kreml ist darauf ausgerichtet seine politischen und wirtschaftlichen Einflusssphären auszuweiten. Deshalb ist Erdöl für Russland auch ein strategisches Gut, dessen Handel geopolitischen Kalkülen unterliegt.

Hierbei gilt es vor allem den Einfluss des russischen Erdgasmonopolisten Gasprom zu diskutieren. Das Unternehmen kontrolliert weltweit ein Sechstel der Erdgasreserven, ist europaweit als Investor tätig und übt somit auch außerhalb Russlands Grenzen viel Macht aus. Es stellt sich hierbei die Frage nach den geostrategischen Interessen, die Russland mit der Ausweitung von Pipelines nach Westeuropa verfolgt. Kann der Kreml mit den Mitteln der Energiewirtschaft politischen Druck auf das energieabhängige Europa ausüben? Und welcher Handlungsbedarf besteht für die Energiepolitik der EU gegenüber Russland? In diesem Zusammenhang ist es wichtig alternative Strategien der Importunabhängigkeit für europäische Staaten aufzuzeigen und zu diskutieren.

Veranstaltungsort und -zeit:

Montag, 10. September 2007
20:00 Uhr

Amerika-Zimmer in den Franckeschen Stiftungen (Haupthaus)
Franckeplatz 1, 06110 Halle (Saale)


  Gasprom

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