Planspiel „EU-Verfassung“

Die Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt hat ein Planspiel initiiert, das sich mit der EU und der EU-Verfassung – genauer: mit der Fortführung des Verfassungsprozesses während der deutschen Ratspräsidentschaft – auseinander setzt. Dabei sollen sowohl die Verhandlungen im Vorfeld des EU-Gipfels, als auch der Gipfel selber gespielt werden.

Anlass und realer Hintergrund

Seit dem 1. Januar 2007 hat die deutsche Regierung die Ratspräsidentschaft der EU inne. Bei der Darstellung der primären Ziele im Präsidentschaftsprogramm wird die Fortführung des Verfassungsprozesses an erster Stelle genannt. Der Europäische Rat („Gipfel“) am 21./22. Juni 2007 wird sich im Schwerpunkt mit der Zukunft des EU-Verfassungsvertrages befassen. „Die deutsche Präsidentschaft wird ausführliche Konsultationen mit allen EU-Partnern und den Organen der EU führen und mit Nachdruck darauf hinarbeiten, gemäß den Beschlüssen auf europäischer Ebene den Reformprozess der EU fortzusetzen.“ (Präsidentschaftsprogramm 1. Januar – 30. Juni 2007, „Europa gelingt gemeinsam“)

Aufgaben und Zielsetzung eines Planspiels

Die Aufgaben und Ziele eines Planspiels lassen sich auf zwei Ebenen beschreiben. Auf der simulativen Ebene geht es darum, ein vereinfachtes, gegebenenfalls sogar abstraktes, aber möglichst genaues Modell einer realen Konfliktsituation darzustellen. Die SpielerInnen sollen problem- und sachorientiert, komplizierte und abstrakte Zusammenhänge durch eine vereinfachte Darstellung durchschauen und nachvollziehen können. Auf der persönlichen Ebene haben die SpielerInnen die Möglichkeit, im Verlauf des Konflikts Lösungsstrategien zu entwickeln, diese auszuprobieren und sie so auf ihre Realisierbarkeit hin zu überprüfen. Das Planspiel ist handlungs- und erfahrungsorientiert, fördert und bildet gleichermaßen Selbstständigkeit undVerantwortungsbewusstsein aus.

Entscheidungen zu treffen fördert die kommunikativen und kooperativen Fähigkeiten der SpielerInnen, es stärkt ihre Interessensdurchsetzungsfähigkeit und übt immer auch ein Stück solidarisches Handeln ein. Durch die Möglichkeit des gefahrlosen Ausprobierens im Freiraum Spiel können phantasievolle und sogar scheinbar utopische Ideen entwickelt und durchgesetzt werden. Der Kreativität der SpielerInnen ist nur durch das Rahmenwerk des Spiels eine Grenze gesetzt.

Spielanleitung

Die Spielanleitung ist als Datei herunterladbar (pdf-Datei, 50 kb).

Veranstaltungsort und -zeit:

21. Juni 2007
11.00 – 18.00 Uhr

Norbertusgymnasium (Nachtweide 77)
Magdeburg

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