Die Nationale Front – Neonazis in der DDR

Dokumentarfilm und Diskussion

Im Oktober 1987 überfallen Skinheads ein Konzert in der Ostberliner Zionskirche. Da es in der DDR offiziell keine Neonazis gab, ignorierte die sozialistische Presse zunächst den Vorfall, verharmloste ihn später und schob alles auf westliche Einflüsse.

Der Film blickt zurück bis in die Anfänge der DDR. Wie wurde mit deutscher Vergangenheit, mit Faschismus in den vierzig Jahren der SED-Diktatur umgegangen? In den frühen 80er Jahren bildeten sich verschiedene subkulturelle Strömungen unter Jugendlichen heraus, die in klarer Opposition zum sozialistischen Staat standen. Waren es anfänglich eher linke Gruppierungen, wie Punks, gründeten Mitte der 80er Jahre zunehmend Jugendliche ihre oppositionelle Haltung auf Nationalismus.

Diese Haltung war für viele Jugendliche die stärkste Form der Opposition gegenüber den Machthabern. Ob nun selbst reflektiert oder eher aus Mitläufertum, die rechten Skinheads machten Ende der 80er Jahre aus ihrer politischen Anschauung keinen Hehl.

In dem Film von Andreas K. Richter und Tom Franke kommen Konzertbesucher, Historiker, Kirchenvertreter und Täter des Überfalls auf das Konzert in der Zionskirche zu Wort.

Im Anschluss an den Film diskutieren

  • Sascha Möbius (Leiter der Gedenkstätte Moritzplatz in Magdeburg)
  • David Begrich (Miteinander e.V.)
  • Dr. Henning Pietzsch (Fachberater des Filmteams)

über das Thema der Dokumentation.

Veranstaltungsort und -zeit:

am 27. Februar 2007
um 19.00 Uhr
im Kulturzentrum Moritzhof
Moritzplatz 1, 39124 Magdeburg

Hinweis:

Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige Menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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