Jugendkultur oder Jugendgefährdung?

Zur Diskussion über ein Verbot sogenannter “Killerspiele”

Der Amoklauf eines jungen Mannes in Emsdetten hat die Debatte um ein Verbot so genannter “Killerspiele” erneut auf die Tagesordnung gebracht. Inzwischen gibt es aus Bayern und Niedersachsen konkrete Gesetzesvorschläge, die den Verkauf und den Besitz solcher Spiele unter Strafe stellen sollen. Der Erfolg eines solchen Verbots ist jedoch in Politik und Wissenschaft umstritten – im Moment fehlt es an den nötigen Mehrheiten in den Parlamenten und auch der Widerstand von Spielern und Herstellern ist deutlich hörbar.

Bereits in der Diskussion um die Ereignisse am Erfurter Gutenberg-Gymnasium im Jahr 2004 wurde – neben der Beseitigung sozialer Isolation, mehr Wachsamkeit und einer Kultur des Hinsehens – eine Stärkung der Medienkompetenz bei Eltern und PädagogInnen angemahnt. Auch jetzt ist diese Forderung oft zu hören. Dies nehmen wir zum Anlass mit Gästen aus Politik und Gesellschaft in unserem Grünen Salon im Januar über die Möglichkeiten und Grenzen einer Indizierung dieser Computerspiele zu debattieren.

Es diskutieren:

  • Kai Gehring, Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Sprecher für Jugend- und Hochschulpolitik)
  • Marek Klingelstein, USK – Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (Leiter des Testbereiches)
  • Matthias Schmitt, Landesmedienanstalt Sachsen-Anhalt (Leiter des Medienkompetenzzentrums)
  • Katja Schlesinger, freie Journalistin (Moderation)

Veranstaltungsort und -zeit:

30. Januar 2007
20.00 Uhr

theatrale (Waisenhausring 2)
Halle (Saale)

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